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Umbau
ehemaliges Palais zum Wohn- und Geschäftshaus Porep,
Fritz- Reuter- Straße 30 in 19303
Dömitz / Elbe
Auftraggeber: Eheleute Porep
Ausführung: 2002-2005
Entwurf, Planung, Bauleitung |
Das "Ehemalige Palais" ist
vermutlich zu Beginn des 18.Jahrhunderts im
Zusammenhang mit der
Verlegung des Regierungssitzes unter Herzog
Karl Leopold als bescheidener,
ursprünglich eingeschossiger
Fachwerksbau mit hohem Walmdach
zur Unterbringung der Minister
errichtet worden. |
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Bedingt
durch die Finanzknappheit des Hofes konnte das mit
einer Längsdiele versehene aus
Eichenfachwerk
erbaute Gebäude nur bescheiden ausgestattet werden.
Das Obergeschoss
entstand vermutlich um die Mitte des
18. Jahrhunderts und diente in Kiefernholz ausgeführt
der Schaffung neuer Wohnräume.
Der Dachstuhl entstammt ebenfalls dieser Umbauphase und erhielt neben dem vorderen
Vollwalm einen rückwärtigen Krüppelwalmabbund.
Die Grundriss- und Konstruktionsstruktur
des Hauses ist fast ursprünglich
in der Situation des frühen 19. Jahrhunderts erhalten und
stellt ein Baudenkmal
von hohem regionalgeschichtlichem Wert dar.
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Das Gebäude stand seit Jahren leer und war nicht
zu nutzen; geplant wurde die Einordnung
einer Wohnung
im Obergeschoss und ein Architekturbüro im Erdgeschoss. |
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| Ansicht
Wallstraße |
Rekonstruierte Straßenfassade,
Hofmauer mit Torzufahrt zum
Carport und Hauszugang, neuer
Südwest-Fachwerkgiebel mit
Krüppelwalm und
Austritt zum
Balkon |
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| Diele mit
Treppe im Erdgeschoss |
Ausfachung der Fachwerklängswände in der Diele
mit Lehmmauerwerk
und beidseitigem Lehmputz
mit Kaseinfarbanstrich;
Treppenwangen aus
wiederverwendeten Stahlträgern
mit eingeschobenen
Buchenholztrittstufen;
Fußboden
aus kohlegebrannten
Keramikplatten mit Fußbodenheizung;
rekonstruierte
Innentüren als geschlossene glatte
Brettertüren mit
eingelassenen Gratleisten und geschmiedeten
Langbändern,
alten Kastenschlössern,
Türfutter
und Schwellen. |
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| Büro |
Einbau flexibler
Raumtrennwände als verschiebbare
Einbauschränke
bzw. Regale; Hängekonstruktion an
festinstallierten
Deckenschienen mit Laufwagen und
Traversen;
Leuchtenbänder im Wandversatz unterhalb
der Holzbalkendecke;
Raumhöhe von ca. 2,20 m aus
Bestand denkmal-, bau-
und gewerberechtlich für Nutzung
als Büro im
Einzelfall genehmigt |
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| Gründach |
Extensives Gründach
über dem Carport |
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| Bau |
Beginn der umfassenden
Gebäudesanierung im Jahre 2002:
Ausbau der Original- Gefache und Sicherung des Materials
(Ziegel, Lehmsteine,
Staken, Fenster
und Türen),
Heben des Hauses nach Einbau der Stahlhilfs-
(Stütze-
Riegel-) Konstruktion mit
Pottwinden (24 Hubstellen mit
hydraulischen
Wagenhebern, Tragkraft 5 to unter EG- und
OG-
Zwischendecke) um bis zu
50 cm Höhe zur Jahreswende
2002 / 2003:
Rückbau der Gebäudeschiefstellungen aus Setzungen
und Verfall im Bestand;
Erneuerung der Gründung (Stahlbetonstreifenfundamente
als Flachgründung
unter Fachwerkwände,
Stahlbetonbodenplatte
mit Perimeterdämmung unter
Fußböden);
anschließend Sicherung und
Rekonstruktion des Tragwerkes |
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| Holzbalkendecke |
Holzbalkendecken
mit eingeschobenen
Lehmwickelhölzern
und
Lehmschlag
bis
OK Balkenlage;
Erneuerung fehlende
Deckenbalken in Konstruktionsvollholz
KVH mit Nuteinschnitt
für Lehmwickel;
Balkenkopfsanierung; Balkenaustausch in
Altholz;
Balkenunterseiten entnagelt und
gesandstrahlt
Lehmdeckenputz auf
Lehmwickelhölzern, Anstrich in
Kaseinfarbe
Holzbalken abschließend geölt;
Fußbodenheizung
im Dachgeschoss im Lehmschlag eingebaut |
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| Außenwandausfachung |
Ausfachung der Holzfachwerkaußenwände
an
Nordwest-Fassade mit rekonstruierten
Lehmstaken
und
Lehmverstrich / äußerer Lehmputz;
Verbesserung
der Wärmedämmeigenschaften in
den
Außenwänden
durch vollfugig eingebaute
Kerndämmung
aus
extrudiertem Hartschaum mit innerem
Holzständerwerk
und Lehmsteinausfachungen.
Flächenwandheizung in der
Außenwand des Obergeschosses
unter Lehmputz |
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| Einbau Erdwärmesonden |
Erdwärmepumpenanlage
mit Sonden bis
67 m Tiefe; installierte Nennwärmeleistung
6,5 kW für ca. 230 qm beheizte Nutzfläche;
Wärmerückgewinnung durch kontrollierte
Raumlüftung;
Technischer Ausstattungsgrad
des Hauses mit Standard
Niedrigenergiehaus |
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| Bestand |
Bauzustand nach
Abschluss
Dachsicherung 1992, vor
der Komplettsanierung
2002-2005 |
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